Decision Making

Arno Walter -- 22.04.2015 18:09 - 2 years ago

Defective Search and Appraisal under High Conflict

When the two essential conditions of defensive avoidance (high conflict and loss of hope for a better solution) are present, information or advice that induces the decision maker to expect no serious penalties for postponing his decision will encourage the tendency toward defensive procrastination. He will stop thinking about the issue, avoid discussing it with anyone who is interested in the outcome of his deliberations, and stay away from social situations where he might be put under pressure to make up his mind. But if he knows there is a tight deadline with strong penalties for postponement, the decision maker's defensive avoidance tendencies are most likely to take the form of either shifting responsibility or bolstering. If the former, he directs his thoughts and actions toward getting others involved, rationalizing why they, not he, should take the blame if it turns out badly. If defensive avoidance takes the form of bolstering, the decision maker will continue to think and talk about the conflictful issue but will ward of stress by selective attention and distorted information processing.

Irving L. Janis & Leon Mann (Decision Making, 1977)

Wie man alles richtig macht und doch daneben liegt

Arno Walter -- 18.04.2015 16:20 - 2 years ago

Im Design haben wir zur Zeit ein großes Problem, ausgelöst durch die Erfolge von Apple mit Design schwappte eine Welle an Euphorie durch Designagenturen, Hochschulen und Unternehmen. Wo es früher vielleicht 1-2 Grafiker gab um das Corporate Design zu betreuen und den ein oder anderen Messeflyer zu gestalten, wurden ganze Designteams eingestellt. Design wurde zu einem ganz wesentlichen Teil des Geschäftserfolges umdefiniert und es entstanden im Design neue Disziplinen wie User Experience Design, Interaction Design, Information Architecture usw. Aus der Richtung Computer Science kamen Usability und User Centered Design hinzu. Im Detail wird viel darum gerangelt wer in diesen Feldern die Deutungshoheit hat, das soll aber hier nicht relevant sein. Ich möchte dazu nur kurz anmerken, dass es immer ein Anzeichen von Hilfslosigkeit ist, wenn mehr über die Methoden als die Ziele diskutiert wird. Aber dazu bei Gelegenheit mehr. Zurück zum Problem, seit etwa 6 Jahren setzen mehr und mehr IT-Unternehmen vor allem UX-Design als eine Form des User Centered Design ein. Also vor allem in Hinblick auf Methoden zur Einbeziehung der User in den Entwicklungsprozess, aufmerksame Leser fragen sich jetzt vielleicht wo da die Experience ins Spiel kommt. Die liegt vor allem beim Produktmanagement. Letztendlich sieht es aber so aus, dass UX-Design keine großen Erfolge vorzuweisen, im besten Fall Stagnation auf hohem Niveau. Jetzt werden sicher die ein oder anderen UX-Manager, Senior UX-Designer und UX-Evangelisten laut schnaufen. Man hat ja schließlich das Thema über Jahre erst aufgebaut und positioniert und Leute überzeugen müssen und, und, und… Aber mal ehrlich gesagt, für das was hier finanziell und an Aufwand investiert wurde ist herzlich wenig dabei herausgekommen. Was als Leuchtturmprojekte gepriesen wird, sind einzelne Insellösungen mit einem Design und einer Experience die man als okay-isch bezeichnen könnte. Die Methode kann halt nicht die Vision ersetzen und wenn man immer neidisch auf Apple unter Steve Jobs schielt, dass muss aber auch kapieren, dass es Steve Jobs war und nicht das Design, was diese Innovationen hervorgebracht hat. Klar möchte jedes Unternehmen innovativ sein, so steht es auch in jeder zweiten Unternehmensphilosophie: „Wir sind ein junges, dynamisches,

innovatives Team. Mit einer 120 jährigen Tradition an Solidität und Kundennähe.“ Und dazu nicken dann noch alle eifrig. Aber ach, Innovation ohne Risiko geht halt nicht. Und UX-Design und UCD sollen ja vor allem dazu dienen Risiken zu vermeiden, das kann aber so nicht funktionieren. UX, Usability und UCD-Methoden, so wie sie eingesetzt werden, verhindern disruptive Innovationen. All diese Methoden sind auf Akzeptanz und den ersten Eindruck ausgerichtet, sie kommen schließlich auch aus dem Webbereich wo ein Anwender in den ersten 10 Sekunden überzeugt werden musste. Und hier möchte ich auch daran erinnern, das Apple damals, als iMac, dann iPod, iPhone und iPad vorgestellt wurden, jedes mal das große Debakel prophezeit wurde. Weil eben nur auf diesen ersten Moment geachtet wurde, 10 Sekunden angeguckt und gleich gebloggt, getwittert und gepostet. Aber das hat rein gar nichts mit der User Experience zu tun, will ich diese Designen dann geht es um die ersten Minuten, Stunden, Tage, Monate und in Konsequenz die nächsten Produktgenerationen. User Experience beschränkt sich nicht auf ein Produkt und einen Moment, da helfen mir diese ganzen Methoden auch nichts. Eine Innovation muss disruptiv sein, das ist eine Grundbedingung und das bedeutet, dass eine Innovation Ablehnung hervorrufen wird. Wenn ich mit einem neuen Produkt in eine Fokusgruppe gehe und danach 80% sagen „So ein Scheiß! Das floppt! Ihr Vollidioten!“ und 20% „geiles Teil!“ dann ist man auf dem richtigen Weg. Erfolg ist noch nicht garantiert, da zählen noch viele, viele andere Faktoren mit rein die geplant und durchgeführt werden müssen. Aber ein Produkt, dass keinerlei Emotionalität auslöst kann auch keine gute User Experience bieten. Das hier beschriebene Problem betrifft in erster Linie Konsumgüter, mit einem bisschen Nachdenken sollte auch klar werden, dass Apple in erster Linie ein Hersteller von Konsumgütern ist und Steve Jobs quasi das Casual Computing erfunden hat. Noch ein Grund, warum UX-Design nicht funktionieren kann, selbst wenn man alles richtig macht. Im nächsten Beitrag will ich dann auf die Problemstellung im Bereich Softwareentwicklung eingehen.

Der Test vom Handy

Arno Walter -- 10.04.2015 20:00 - 2 years ago

In Fürth muss man seinen Besen absperren.

Der Besen in der Königstraße
Was ist nur aus dieser Stadt geworden? Wenn man schon Angst haben muss, dass einem einfach der Besen genommen und damit gefegt wird. Oder ist hier die Schwiegermutter zu Besuch?

Files: